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Überörtliche Gemeinschaftspraxis


Belegabteilung

Ev. Krankenhaus Köln-Kalk

Logo Lindenthal
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Der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt und bedingt einen stationären Aufenthalt in der Klinik von 1-2 Tagen. Eine Rasur der Haare an der Implantationsstelle ist nicht notwendig. In der Regel wird eine intraoperative single-shot-Antibiose zur Infektprophylaxe durchgeführt, so dass eine nachfolgende antibiotische Therapie nicht notwendig ist.

Die Operation

Nach der Operation

Implantierbares Knochenleitungshörgerät „Bonebridge“ von MED-EL

Nach der Operation sollte sich der Patient unbedingt 14 Tage körperlich schonen. Der postoperative Wundschmerz ist in der Regel mit einfachen Schmerzmitteln wie Voltaren, Paracetamol oder Novalgin zu behandeln. Die Wundfäden werden üblicherweise am 7. postoperativen Tag in der Praxis entfernt. Der Audioprozessor wird vom Hörgeräteakustiker ca. 10 Tage nach der OP eingeschaltet und eine erste Einstellung vorgenommen.

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Bonebridge-Implantat

Implantat in situ

Demonstrationsvideo

Nicht-operative Therapie von Hörstörungen:


Die allgemein bekannte Therapie von Innenohr- bzw. kombinierten Hörstörungen erfolgt üblicherweise mit Hilfe von verschiedenen außen am Ohr getragenen Hörgeräte-Typen („im-Ohr“-Hörgeräte bzw. „hinter dem Ohr“-Hörgeräte).

In manchen Fällen ist aber eine Hörgeräte-Versorgung aus medizinischen (z.B. rezidivierende Gehörgangsinfektionen, Hautunverträglichkeiten) oder anatomischen (fehlender Gehörgang oder zu enger Gehörgang) Gründen nicht möglich. Hier kann in vielen Fällen ein sog. Knochenleitungshörgerät als Therapieoption in Frage kommen. Neben den seit Jahren auf dem Markt befindlichen „Knochenleitungs-Hörbrillen“ mit ihren bekannten Problemen im Tragekomfort (Hautdruckstellen, kosmetische Inakzeptanz) existierte bislang ein implantierbares Hörsystem (sog. BAHA), welches jedoch zur Befestigung des Empfängers eine permanente Hautöffnung im Haaransatz hinter dem Ohr benötigt. Neben kosmetischen Problemen führt diese Hautöffnung nicht selten zu Reizungen bzw. Infektionen. Hier gibt es jetzt eine Alternative.        



Neue Ära in der Behandlung von Hörschäden:


Die Firma MED-EL hat das weltweit erste, aktive Knochenleitungsimplantat entwickelt. Die neue Technologie ermöglicht es hörgeschädigten Patienten, die an einer Schalleitungsstörung oder einseitiger Taubheit leiden, auf besonders schonende und zuverlässige Weise wieder zu hören.

Das Einsetzen dieser Technologie wurde durch ein optimiertes Energiemanagement ermöglicht und zeichnet sich durch einfache Handhabung und sehr geringe medizinische Komplikationsraten aus.

Die Bonebridge eignet sich besonders für Menschen, die an einer Schallleitungsstörung oder an einseitigem Hörverlust leiden, die beispielsweise durch Erkrankungen des Mittelohrs oder Fehlbildungen des Außenohrs entstehen können. Neben der im Vergleich zu bisherigen knochenverankerten Hörgeräten geringeren Komplikationsrate hat sich durch die Intact-Skin-Technologie auch der ästhetische Aspekt für den Patienten wesentlich verbessert.



So funktioniert die Technologie:


Ist der natürliche Weg des Schalls in das Innenohr versperrt, können Patienten mit Hilfe ihrer Knochenleitung hören. Der Schädelknochen empfängt dabei die Audiosignale und leitet die Schallwellen an das Innenohr weiter. Bisher wurden Patienten in dieser Situation mit knochenverankerten Hörgeräten versorgt. Die Hörergebnisse waren zwar gut, jedoch weist das Verfahren relativ hohe Komplikationsraten auf und die Handhabung für den Patienten ist aufwendig. MED-EL hat mit dem ersten, aktiven Knochenleitungsimplantat Bonebridge nun für diese Hörstörungen ein Intact-Skin Implantat auf den Markt gebracht. Die Intact-Skin-Technologie hat sich bei anderen Hörimplantaten (z.B. Cochlear Implant) seit vielen Jahren bewährt und zeichnet sich durch geringe Komplikationsraten und einfache Handhabung aus, da das Implantat vollständig unter der Haut liegt und die Schutzfunktion der Haut damit erhalten bleibt. Nun ist diese Technologie erstmals für die Knochenleitungsstimulation verfügbar.


Die Bonebridge besteht aus zwei Komponenten: einem hinter dem Ohr unter der Haut liegenden Implantat und einem extern getragenen Audioprozessor, der die Schallwellen aufnimmt. Durch die Haut werden die Schallsignale über das Implantat aktiv an den Knochen und das Innenohr weitergegeben.  Das Implantat mit elektromagnetischem Wandler, Spule und Magnet ist mit einer Silikonhülle ummantelt und bis 1,5 Tesla MRT-tauglich. Bei der Wahl der optimalen Position für das Implantat unterstützen uns  präoperativ aufgenommene hochauflösende CT-Bilder. Während der Operation können wir das Implantat flexibel an die anatomische Schädelstruktur in der Region hinter dem Ohr anpassen. Sobald die OP-Wunde abgeheilt und die Schwellung zurückgegangen ist, kann der Audioprozessor aufgesetzt, eingestellt und aktiviert werden.

Der Audioprozessor Amadé BB entspricht dem neuesten Stand der Signalverarbeitungs-technologie und verfügt über 16 Frequenzbänder, acht Kompressionskanäle und ausgefeilte Technologien für verbesserte Hörqualität. Dazu gehören ein Richtmikrofon, Windgeräusch-Minimierung, Sound Smoothing sowie ein Programm zum Sprach- und Geräuschmanagement, welches störende Hintergrundgeräusche im Vergleich zu Sprachgeräuschen vermindert. Der Audioprozessor kann diskret unter den Haaren getragen werden und ist in vier Farben erhältlich.


Die Bonebridge ist für Erwachsene zugelassen und wird in zahlreichen HNO-Kliniken und bei uns eingesetzt, eine klinische Studie für die Zulassung bei Kindern ist derzeit im Gange.

Weitere Informationen finden Sie unter www.medel.com.